Christine Badertscher

Meine politischen Positionen


Klimaschutz - eine wirtschaftliche Chance für die Schweiz

Ein wirksamer Klimaschutz ist nicht nur notwendig, sondern auch eine gesellschaftliche und vor allem eine wirtschaftliche Chance. Mit Energie aus Wasser, Sonne, Wind und Biomasse können wir die fossilen Energieträger ersetzen – einheimisch, erneuerbar und effizient. Viele Unternehmen aus Industrie und Gewerbe arbeiten bereits an einer nachhaltigen Energiezukunft. Sie zeigen, dass die Energiewende auch wirtschaftliche eine grosse Chance ist – lieber investieren wir das Geld in Schweizer KMU statt die Energie teuer im Ausland einzukaufen.

 

Nachhaltige regionale Lebensmittel – ein Gewinn für alle

Regionalprodukte liegen im Trend. Dies ist auch aus Sicht der Umwelt zu begrüssen: Es macht wenig Sinn, die Lebensmittel zuerst um die halbe Welt zu transportieren, bevor sie konsumiert werden. Wer darauf achtet, von wo sein Essen kommt, unterstützt die Bauernfamilien vor Ort und wertschätzt ihre Arbeit. Damit die Bäuerinnen und Bauern von ihren Produkten leben können, müssen diese korrekt bezahlt werden. Fairer Handel – überall auf der Welt – muss das Ziel sein.

 

Biolandwirtschaft – gut für Mensch, Tier und Umwelt

Der Leitgedanke im Biolandbau ist das Wirtschaften im Einklang mit der Natur. Durch den Verzicht auf chemisch-synthetische Mittel werden die natürlichen Abwehrkräfte von Pflanzen und Tieren gefördert. Die Biolandwirtschaft ist zudem klimafreundlich, insbesondere durch den Verzicht auf Mineraldünger. Der Einsatz von organischem Dünger führt zu einer Humusanreicherung und damit zu einer Kohlenstoffbindung im Boden. Auch die Symbiose von Wiederkäuern und Weiden haben einen positiven Einfluss auf den Humusgehalt und somit auf die CO2-Bindung im Boden. Die Förderung der Bioproduktion und insbesondere des Biokonsums ist somit ein Beitrag zum Klimaschutz.

 

Milizsystem – damit Engagement wieder selbstverständlich wird

Das Milizprinzip ist eine tragende Säule des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Doch das gesellschaftliche Engagement ist nicht mehr selbstverständlich. Eine Lösung ist die Einführung eines Bürgerdienstes. Die Pflicht, eine gewisse Zeit seines Lebens in den Dienst der Allgemeinheit zu stellen (z.B. im Bereich Umweltschutz oder in der Gemeinde), fördert den Solidaritätsgedanken und wer einmal für die Allgemeinheit im Einsatz stand, wird sich bestenfalls in der lokalen Gemeinde, in der Feuerwehr oder in anderen nützlichen Institutionen engagieren.

 

Die Schweiz – Verpflichtung zum Engagement für eine bessere Welt

Die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDG) der Agenda 2030 bilden den neuen Rahmen der internationalen Zusammenarbeit und lösen Ende 2015 die Milleniumsentwicklungsziele ab. Die Agenda 2030 verpflichtet die Schweiz, sich für eine nachhaltige Entwicklung einzusetzen, in der Schweiz, aber auch international. Handlungsbedarf besteht bezüglich der Politikkohärenz in Steuer- und Handelsfragen. Zudem müssen Schweizer Unternehmen auch im Ausland die Menschenrechte einhalten, wie dies die Konzernverantwortungsinitiative verlangt.

 

Kulturland – knappes Gut schützen

Die knappste Ressource in der Schweiz, das Kulturland, wurde durch das Wirtschaftswachstum der letzten Jahrzehnte stark vermindert. Für Industriebauten, Wohnungen und Strassen werden jedes Jahr fast 3‘000 Hektaren, zum Teil bestes Kulturland, überbaut. Es ist selbstverständlich, dass die Arbeitsplätze und die Steuereinnahmen wichtig sind, doch die Gesellschaft soll sich der Bedeutung eines unserer wertvollsten Ressource – dem Boden – wieder bewusst werden. Eine konsequente Raumplanung, verdichtetes Bauen und eine sinnvolle Verkehrsplanung sind die Lösungen.


Wahlplattform Grüne Kanton Bern